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Sein Glaubenswechsel, so erklärt das Dekret, sei lediglich ein „Personalwerk“.

Das Geheime Kabinett wurde durch beständige Erweiterung seiner Befugnisse zur obersten Zentralbehörde gemacht und der Beamtenapparat unter einem Kammerpräsidenten mit loyalen Bürgerlichen besetzt.

Das Kurfürstentum Sachsen galt jedoch als „Mutterland der Reformation“. Jahrhundert hatten die sächsischen Kurfürsten den Reformator Martin Luther unter ihren landesherrlichen Schutz gestellt und den Schmalkaldischen Bund, ein Verteidigungsbündnis der protestantischen Fürsten und Städte, angeführt.

1712 berief er den Ökonomen Marperger in sächsische Dienste, der mit seinem Rat maßgeblich an vielen der nun systematisch angegangenen progressiven Reformen beteiligt war.

Flemming sorgte für die Herausbildung einer zuverlässigen Beamtenschaft und trennte die Finanzen von „Hof“ und „Staat“.

Diese Position, verbunden mit der dauerhaften Gunst seines Dienstherrn und einem systematisch aufgebauten Netzwerk ermöglichten es Flemming, seine nunmehr unangefochtene Führungsrolle in der sächsisch-polnischen Politik bis zu seinem Tod 1728 zu behaupten.

Der Kurfürst ernannte 1712 Jacob Heinrich von Flemming, dessen Bemühungen als Gesandter in Warschau ihm 1697 die polnische Krone eingetragen hatten und der seit 1705 als Kriegs- und Außenminister amtierte, zum Armeechef im Rang eines Generalfeldmarschalls und zugleich zum dirigierenden Minister mit alleinigem Vortragsrecht, damit faktisch zum Premierminister.

Von den Verwüstungen und Entvölkerungen des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) hatte sich das Kurfürstentum schnell erholt. Daher war die polnische Krone für den sächsischen Kurfürsten kein reines Prestigeobjekt, sondern politisch überaus wertvoll. In Königsberg krönte sich im Jahr 1701 Friedrich I. Darüber hinaus bot aus der Sicht Augusts das rohstoffreiche Polen-Litauen Absatzmärkte für sächsische Erzeugnisse.

Dazu hatte die hohe Zahl an Städten, der Silberbergbau und die steigenden landwirtschaftlichen Erträge entscheidend beigetragen. Eine Rangerhöhung war im Heiligen Römischen Reich Ende des 17. Zur gleichen Zeit wie August begannen auch in Hannover Verhandlungen über eine mögliche Thronfolge des Kurfürsten Ernst August in Großbritannien. Die Steigerung der wirtschaftlichem Leistungsfähigkeit Kursachsens und Polens sollte Augusts Ansehen in Europa erhöhen und zugleich seine Steuereinnahmen ansteigen lassen.

In Sachsen drängte August den Einfluss des alteingesessenen Adels zurück und regierte mittels des 1706 geschaffenen Geheimen Kabinetts als zentraler Schaltstelle exekutiver Befugnisse, dessen bedeutendste Minister und Offiziere v. Eine Voraussetzung für die polnische Königswürde war die Konversion Augusts von der evangelisch-lutherischen Konfession zum Katholizismus.

Die sächsische Wirtschaft wurde nach den Grundsätzen des Merkantilismus staatlich gefördert und auf Export orientiert (Leipziger Messe), wobei sich August zur Effektivierung dieser Anstrengungen auch um die Gründung eines Kommerzkollegiums bemühte, was jedoch erst zwei Jahre nach seinem Tod umgesetzt wurde.

Außenpolitisch verlor Sachsen mit dem Glaubenswechsel die Führungsrolle unter den evangelischen Reichsständen an Brandenburg-Preußen.